Der LSVD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern Gaymeinsam e.V. hat im Rahmen der diesjährigen CSD in Schwerin und Rostock eine lesbisch-schwule Info-Tour durch das Land Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsvereinen durchgeführt. Der Start des lesbisch-schwulen Info-Mobil ´s war am 02.07.2011 auf dem CSD in Schwerin und führte über Güstrow, Waren, Neubrandenburg, Grimmen, Greifswald, Wolgast, Bergen und Stralsund nach Rostock und endete dort am 16.07.2011 auf dem CSD.
Ziel des lesbisch-schwulen Infomobil´s war die Aufklärung über gleichgeschlechtliche Lebensweisen direkt vor Ort bei den Bürgern in den belebten Innenstädten. Mitarbeiter und Ehrenamtler des LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V., des Klub Einblick e.V. Schwerin, SchuLZ e.V. Wismar, der AIDS-Hilfe Westmecklenburg, rat+tat e.V. Rostock, den Regenbogen-Verein für Schwule und Lesben e.V. in der Hansestadt Stralsund und der Initiative Rosa Lila Neubrandenburg beteiligten sich vor Ort und sprachen Passanten an, verteilten Informationsmaterialien und standen für viele Fragen der Interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Der Landesverband erfuhr von Seiten der Kommunen sehr viel Unterstützung, u.a. bei der kostenlosen Genehmigung des Infostandes und der Zuweisung eines geeigneten Platzes. Zuspruch erfuhren wir auch von vielen Bürgern vor Ort. Es wurde aber auch deutlich, das Unkenntnis über das Thema "Gleichgeschlechtliche Lebensweisen" Vorurteile fördern und mitunter dazu führen, diese Menschen auszugrenzen oder sogar Gewalt gegen Sie anzuwenden. Auch an unseren Ständen waren Meinungen zu hören wie: "Homosexuelle sind krank und abartig, das sind keine normalen Menschen, vor vielen Jahren ist man mit diesen Leuten noch anders umgegangen oder das ist doch pervers und vieles andere mehr"
Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist Homophobie ein Thema, welches sich der Landesverband und die Vereine vor Ort annehmen. So wollen wir ein "Bündnis gegen Homophobie" ins Lebens rufen, um gemeinsam für mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homo- und Bisexuellen sowie Transgendern zu werben. Opfer von Homophobie haben nicht nur an den Folgen des Übergriffes zu leiden sondern scheuen sich auch oftmals aus Angst und Scham davor, bei der Polzei eine Anzeige gegen die Täter zu stellen. Aus diesem Grund fordern der LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V. und der Verein VelsPol MV seit Jahren u.a. einen festen Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Polizei. Aber auch im Bereich der Bildung muss das Thema "Homosexualität" fest in den Lehrplänen verankert werden. Aufklärung hilft sich Wissen anzueignen und das vorhandene Gewaltpotential deutlich zu verringern. Viele Betroffene wenden sich an die Beratungsstellen und erfahren dort Hilfe und Unterstützung. Der LV und die lesbisch-schwulen Vereine erhalten dabei viel Unterstützung durch das Sozialministerium, der Beratungsstelle Lobby e.V., dem LJR-MV, den Kommunen vor Ort und auch von vielen Jugendämtern der Kreise. Zusammenfassend können wir eine positive Resonanz dieser Info-Tour aufzeigen. Es wurden viele Fragen beantwortet, Auseinandersetzungen geführt und wir haben vor Ort diesem wichtigen Thema ein Gesicht gegeben und uns gezeigt. Allen Beteiligten und Unterstützern möchten wir uns auf diesem Wege nochmals "Danke sagen"!
Wer weitere Informationen haben möchte, kann diese über unsere Internetadresse http://www.gaymeinsam-mv.de oder über unsere Geschäftsstelle in Schwerin, Lübecker Straße 43, Tel. 0385-557554 oder den Mitgliedsvereinen erhalten.
Sebastian Witt
Vorsitzender
LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V.
Roy Rietentidt Dipl. Soz. Päd.
Geschäftsführer
LSVD-LV MV Gaymeinsam e.V.